Makulaforamen

Ein defekt der sensorischen Netzhaut

Makulaforamen

Bei einem Makulaloch handelt sich um einen Defekt der sensorischen Netzhaut. Man unterscheidet das primäre oder idiopathische Makulaloch vom sekundären, das zum Beispiel durch eine Trauma verursacht wird. Das idiopathische Makulaloch tritt gehäuft bei Frauen mittleren Alters auf. Für die Entstehungsgeschichte von Makulalöchern gibt es unterschiedliche Hypothesen. Möglicherweise kommen sie durch Zug des Glaskörpers  auf die Netzhaut zustande. Die Entscheidung zur Operation wird ab einem Sehkraft von unter 0,5 gestellt, wobei die Sehverschlechterung in der Regel nicht länger als 6 Monate bestehen sollte.


Zunächst wird eine Vitrektomie (Glaskörperentfernung) durchgeführt, anschließend wird eine eventuell vorhandene Membran von der  obersten Netzhaut entfernt.
Die Prognose nach Operation ist in erster Linie abhängig von der Dauer der Symptome. Werden die Patienten innerhalb der ersten 6 Monate nach Auftreten einer Sehkraftminderung operiert, beobachtet man eine Verbesserung der Sehschärfe um 2 Sehstufen bei 68%, zwischen 6 Monaten und 2 Jahren bei 61%.